Klimagrosseltern Schweiz, Grand-parents pour le climat: Solidarität mit Klima-Aktivist/-innen

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Beschreibung
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FAQ

Grand-parents pour le climat: Solidarité avec des activistes du climat

(Version française: ci-dessous …) 

Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht. Doch wer in der Schweiz mit Klimaaktionen gegen das geltende Recht oder Normen verstösst, wird praktisch immer bestraft. Diese harte Praxis wird international gerügt. Immer weniger Jugendliche wagen, gegen die Schweizer Klimapolitik zu protestieren.

Die Klimagrosseltern Schweiz (www.klimagrosseltern.ch) wollen hier ein Zeichen setzen. Sie engagieren sich, damit junge Klima-Aktivist/-innen dieses Grundrecht vor Gericht verteidigen können. Gewaltfreier Einsatz für eine lebenswerte Zukunft soll nicht durch rechtliche Risiken behindert werden.

Konkret geht es um zwei junge Klima-Wissenschaftler, die im September 2020 am Klima-Camp auf dem Bundesplatz teilnahmen, dem Räumungsbefehl der Berner Polizei nicht Folge leisteten und anschliessend verurteilt wurden. Der Fall ist von öffentlichem Interesse. Es braucht ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtes (BG) und, falls nötig, des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR). Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund CHF 50‘000.- Der Grossteil sind Verfahrenskosten.

Das Klima-Camp 2020 auf dem Bundesplatz

„Rise-up-for Change“ hiess das optimistische Motto verschiedener Gruppierungen, die sich im September 2020 für ein Klima-Camp auf dem Bundesplatz versammelten. Die Aktivist/-innen wollten Bevölkerung und Politik auf die Klimakrise aufmerksam machen, mit ihrer Präsenz, mit Workshops und Referaten.

Ort und Zeit waren bewusst gewählt. In der Woche des unbewilligten Camps diskutierte das Bundesparlament über die Totalrevision des damals geltenden CO2-Gesetzes. Der Bundesplatz ist von hoher symbolischer Bedeutung.

In der Schlussabstimmung stimmten beide Räte der Gesetzesrevision zu. Die auf dem Bundesplatz campierenden Klimaaktivistinnen erlebten diese Abstimmung aber nicht mehr in ihren Zelten, Hütten und Booten. Die Berner Kantonspolizei hatte das Lager unter der Woche räumen lassen.

Für einige der Aktivist/-innen endete die Kundgebung mit dem Schuldspruch per Strafbefehl. Sie hatten dem Räumungsbefehl der Polizei keine Folge geleistet, blieben sitzen, hielten sich aneinander fest oder hatten sich an ein Boot gekettet. Ihrer Ansicht nach war es angesichts der Dramatik der Klimakatastrophe eine Bürgerpflicht, sich auf dem Bundesplatz zu versammeln, zu protestieren und noch zwei Tage – bis zur Schlussabstimmung im Bundesparlament – zu verbleiben. Verkehr, Wochenmarkt und Parlament funktionierten ohne grosse Störung.

Das gerichtliche Nachspiel

Zwei der Verurteilten akzeptierten den Schuldspruch nicht und verlangten eine gerichtliche Beurteilung ihrer Fälle. Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte die Beiden – einen promovierten Energie- und Umweltwissenschaftler sowie einen Klimawissenschaftler - 2024 in zwei separaten Prozessen wegen Hinderung einer Amtshandlung zu bedingten Geldstrafen.

Damit waren die Beiden nicht einverstanden. Sie argumentierten, dass die einzige Macht des Volkes darin bestehe, sich zu versammeln und gemeinsam die öffentliche Debatte anzustossen und zu nähren. Als Klimawissenschaftler fühlten sie sich in einer speziellen Verantwortung.

Sie zogen die Fälle vor die nächste Instanz, das Obergericht des Kantons Bern, weiter, wo sie erneut getrennt behandelt wurden. Die Verteidigerin betonte, die friedliche Aktion stehe unter dem Schutz der Grundrechte, garantiert durch die Bundesverfassung und die Europäische Menschenrechtskonvention. Schon im September 2020 sei klar gewesen, dass sich die Welt in einem Klimanotstand befinde. Zudem haben mehrere UNO-Sonderberichterstattende und auch der EMGR mehrmals wiederholt, dass friedliche Protestaktionen etwas bewirken, wichtig und von den Staaten zu schützen sind.

Die Fälle wurden vom Obergericht im Frühjahr/Sommer 2026 entschieden. Es gab erneut zwei Schuldsprüche. Das Gericht erachtete die Räumung des Platzes als rechtmässig. Es seien keine Grundrechte verletzt worden. Das Angebot der Stadt Bern, auf einen anderen Platz umzuziehen, sei ausgeschlagen worden. Die Session und der Markt hätten zwar trotz der Aktion stattgefunden – aber „nicht komplett ungestört“. 

Wie geht es weiter?

Es ist geplant, die Urteile an das Bundesgericht (BG) weiterzuziehen und auch die Vereinigung der Verfahren zu beantragen. Sollte das Bundesgericht die Verurteilungen bestätigen, muss ein Weiterzug an den EGMR geprüft werden.  

Der Fall gilt als geeignet, Fragen rund um das Recht auf Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit im Klimaschutz mit einem Grundsatzurteil zu klären. Die Räumung hatte auf dem für die Schweizer Demokratie wichtigsten Platz während eines Schlüsselmomentes der Schweizer Klimapolitik stattgefunden. Das verleiht ihm zusätzliche Symbolkraft.

Verwendung des Sammelergebnisses

Aus dem Ergebnis dieses Crowdfundings soll ein möglichst substanzieller Beitrag an die Gesamtkosten dieses laufenden Falles geleistet werden (benötigter Restbetrag von rund CHF 50‘000.-). Bereits die bisherigen Verfahrenskosten über drei Instanzen (bis BG) sind erheblich (rund CHF 25‘000.-). Dazu kommen die Kosten der Verteidigung.

Falls das Sammlungsergebnis die Erwartungen übertrifft, verwendet der Verein Klimagrosseltern Schweiz den Restbetrag für künftige, ähnlich gelagerte Fälle.

Weitere Informationen

https://www.republik.ch/2026/04/15/am-gericht-angekettet-im-klimaboot-auf-dem-bundesplatz

https://www.republik.ch/2026/08/04/die-klimakrise-ist-da-der-klimaprotest-das-problem

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Grands-parents pour le climat : solidarité avec les activistes du climat

La liberté d’expression et de réunion est un droit fondamental. Pourtant, en Suisse, quiconque enfreint la loi ou les normes en vigueur dans le cadre d’actions pour le climat est pratiquement toujours sanctionné. Cette pratique répressive est critiquée au niveau international. De moins en moins de jeunes osent protester contre la politique climatique suisse.

Les Grands-parents pour le climat Suisse (www.gpclimat.ch/fr/) veulent envoyer un signal fort. Ils s’engagent pour que les jeunes militant·e·s pour le climat puissent défendre ce droit fondamental devant les tribunaux. L’engagement non violent en faveur d’un avenir digne d’être vécu ne doit pas être entravé par des risques juridiques.

Concrètement, il s’agit de deux jeunes scientifiques spécialistes du climat qui, en septembre 2020, ont participé au camp pour le climat sur la Place fédérale, n’ont pas obéi à l’ordre d’évacuation de la police bernoise et ont ensuite été condamnés. Cette affaire présente un intérêt public. Il faut obtenir un arrêt de principe du Tribunal fédéral (TF) et, si nécessaire, de la Cour européenne des droits de l’homme (CEDH). Le coût total s’élève à environ 50 000 CHF, dont la majeure partie correspond aux frais de procédure.

Le camp pour le climat 2020 sur la Place fédérale

« Rise-up-for Change » : telle était la devise optimiste de divers groupes qui se sont rassemblés en septembre 2020 pour un camp pour le climat sur la Place fédérale. Les militant·e·s souhaitaient sensibiliser la population et les responsables politiques à la crise climatique, par leur présence, des ateliers et des conférences.

Le lieu et le moment avaient été choisis délibérément. La semaine où s’est tenu ce camp non autorisé, le Parlement fédéral débattait de la révision totale de la loi sur le CO₂ alors en vigueur. La Place fédérale revêt une grande importance symbolique.

Lors du vote final, les deux Chambres ont approuvé la révision de la loi. Mais les militantes pour le climat qui campaient sur la Place fédérale n’ont pas pu assister à ce vote depuis leurs tentes, leurs cabanes et leurs bateaux. La police cantonale bernoise avait fait évacuer le camp en cours de semaine.

Pour certains militants, la manifestation s’est soldée par une condamnation par ordonnance pénale. Ils n’avaient pas obéi à l’ordre d’évacuation de la police, étaient restés assis, s’étaient agrippés les uns aux autres ou s’étaient enchaînés à un bateau. Selon eux, compte tenu de la gravité de la catastrophe climatique, il était de leur devoir civique de se rassembler sur la Place fédérale, de manifester et d’y rester encore deux jours – jusqu’au vote final au Parlement fédéral. La circulation, le marché hebdomadaire et le Parlement ont fonctionné sans perturbation majeure.

Les suites judiciaires

Deux des condamnés n’ont pas accepté le verdict et ont demandé un examen judiciaire de leurs dossiers. En 2024, le tribunal régional de Berne-Mittelland a condamné ces deux personnes – un docteur en sciences de l’énergie et de l’environnement ainsi qu’un climatologue – à des amendes avec sursis lors de deux procès distincts pour entrave à l’exercice d’une fonction publique.

Les deux hommes n’étaient pas d’accord avec cette décision. Ils ont fait valoir que le seul pouvoir du peuple consistait à se rassembler et à susciter et alimenter ensemble le débat public. En tant que climatologues, ils estimaient avoir une responsabilité particulière.

Ils ont porté les affaires devant l’instance supérieure, la Cour suprême du canton de Berne, où elles ont de nouveau été traitées séparément. L’avocate de la défense a souligné que cette action pacifique relevait de la protection des droits fondamentaux, garantis par la Constitution fédérale et la Convention européenne des droits de l’homme. Dès septembre 2020, il était déjà clair que le monde se trouvait en état d’urgence climatique. De plus, plusieurs rapporteurs spéciaux de l’ONU ainsi que la Cour européenne des droits de l’homme ont répété à plusieurs reprises que les actions de protestation pacifiques avaient un impact, qu’elles étaient importantes et qu’elles devaient être protégées par les États.

Les affaires ont été jugées par la Cour suprême au printemps/été 2026. Deux nouveaux verdicts de culpabilité ont été prononcés. La Cour a estimé que l’évacuation de la place était légale. Aucun droit fondamental n’aurait été violé. L’offre de la ville de Berne de se déplacer vers une autre place aurait été refusée. La session et le marché auraient certes eu lieu malgré l’action – mais « pas sans être quelque peu perturbés ».

Quelle suite ?

Il est prévu de porter les jugements devant le Tribunal fédéral (TF) et de demander également la jonction des procédures. Si le Tribunal fédéral confirme les condamnations, un recours devant la CEDH devra être envisagé. 

Cette affaire est considérée comme propice à clarifier, par un arrêt de principe, les questions relatives au droit à la liberté d’expression et de réunion dans le cadre de la lutte contre le changement climatique. L’évacuation avait eu lieu sur la place la plus importante pour la démocratie suisse, à un moment clé de la politique climatique suisse. Cela lui confère une portée symbolique supplémentaire.

Utilisation des fonds collectés

Le produit de cette collecte de fonds doit permettre d’apporter une contribution aussi importante que possible aux frais globaux de cette affaire en cours (montant restant à réunir d’environ 50 000 CHF). Les frais de procédure engagés jusqu’à présent devant les trois instances (jusqu’au Tribunal fédéral) sont déjà considérables (environ 25 000 CHF). À cela s’ajoutent les frais de défense.

Si le montant récolté dépasse les attentes, l’association Grand-parents pour le climat utilisera le solde pour de futures affaires similaires.

Informations complémentaires

https://www.republik.ch/2026/04/15/am-gericht-angekettet-im-klimaboot-auf-dem-bundesplatz

https://www.republik.ch/2026/08/04/die-klimakrise-ist-da-der-klimaprotest-das-problem

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Lara Baranzini
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